Archiv

Archive for the ‘Gruppenrichtlinie’ Category

Add To OneDrive – der nächste Schritt

9. Dezember 2020 Hinterlasse einen Kommentar

Add to OndeDrive,  Zu OneDrive hinzufügen

Microsoft startet mit “Add to OneDrive” langfristig die nächste Generation der Synchronisation. Die Idee der Synchronisation, die das Grundelement der Zusammenarbeit darstellt, hat nämlich Ihre Grenzen, die bei einigen Microsoft 365 Kunden zu umfangreichen Umorganisierungen der SharePoint Bibliotheken geführt hat. Obwohl die Prozessoren der kleinen Geräte immer schneller geworden sind, stoßen wir bei sehr vielen Dateien an die Grenzen. Mit Windows 10, Build 1709 hielt dann zwar “Dateien auf Abruf” Einzug. Diese Funktion beschleunigte die Synchronisation großer Bibliotheken erheblich, weil im Prinzip ja nur die Einträge des Dateinamens übertragen werden mussten. Der tatsächliche Inhalt verbleibt in der Cloud, ist aber nur ein Klick entfernt vor dem Herunterladen. Trotzdem musste die Sync-Engine viel leisten, denn der Abgleich der lokalen Datenbasis mit der Cloud muss ja immer wieder vorgenommen werden. Die Zusammenarbeit mit Office Dokumenten, das gleichzeitige Arbeiten wird aber bei immer mehr Firmen und ihren Benutzern eingesetzt. Denn die Liste der verschiedenen Synchronisations-Szenarien wird immer länger:

  1. OneDrive Personal
  2. OneDrive for Business
  3. SharePoint Dokument Bibliotheken
  4. Lokale Synchronisation von Ordnern/Dateien von "Mit mir geteilt”
  5. Sicherung (KFM: Desktop, Dokumente, Bilder)
  6. Synchronisation weiterer Tenants
  7. B2B Synchronisation
  8. Synchronisation von "Add to OneDrive" Dateien

OneDrive Personal

Nicht zu unterschätzender Bereich, der aber überwiegend von vielen Privatanwendern genutzt wird. Die Synchronisation von “Add to OneDrive” gibt es hier schon eine ganze Weile, aber hier liegt aber auch keine SharePoint Technologie dahinter. In den meisten Firmen, und das ist auch mein Ratschlag, wird das Verwenden von OneDrive Personal untersagt und kann mittels Gruppenrichtlinien unterbunden werden.

 

OneDrive for Business

Ich bezeichne diesen Bereich als vergrößerte Festplatte mit Hilfe von SharePoint-Technologie. Es kommt aber darauf an, wie Administratoren und CIO’s dies sehen. Hier gibt es zwei Lager. Die einen sind die Gegner, die keine eigenen Informations-Silos der Mitarbeiter sehen wollen. Alle sollen immer im Team arbeiten. Da aber die Menschen und ihre Lebens- und Arbeitsweise unterschiedlich sind, ist die zweite Art, jedem den Freiraum zu geben, den er braucht, um seine Funktion in der Firma auszufüllen, weit mehr verbreitet. Und wie wir sehen, setzt die Synchronisation von “Add to OneDrive” genau da an.

 

SharePoint Dokument Bibliotheken

Hier findet man unterschiedliche Bibliotheken, und mangels fehlenden Fachwissens oftmals auch falsch migriert. Falsch im Sinne von: Alles was wir im File Server über Jahre benutzt haben, muss genau so auch im SharePoint abgelegt werden. Und man glaubt gar nicht, was sich in den File Servern im Laufe der Zeit so angesammelt hat. Oft wissen die Administratoren gar nicht mehr, wer und warum unterschiedliche Berechtigungen im File Server angelegt worden waren. Und dann alles in eine Dokumentenbibliothek in die Cloud migriert. Der Ratschlag der Experten, den Content der File-Server von den Fachbereichen zu untersuchen, wird mangels Zeitaufwandes oftmals ignoriert. Die Migrationsspezialisten selbst haben heute mittlerweile wunderschöne Werkzeuge zur Hand, aber Sie selbst können ja den Content der Fileserver nicht untersuchen. So landen viele nicht mehr benötigte Dateien auch in der Cloud. Die Spezifikationen der Anzahl der Dokumente in diesen SharePoint Online Dokument Bibliotheken werden nicht ausgereizt. Und viele kennen leider nicht die wichtigste Zahl der “OneDrive Synchronisation” nicht. 300000 Dateien. Durch die Bedingung, alles soll wie im File Server aussehen stoßen wir später auf Probleme. Mangels nicht vorhanden Benutzerakzeptanz und Schulung greifen die Administratoren dann zum Mittel der Gruppenrichtlinie und fügen diese Bibliothek dann automatisch zu OneDrive hinzu. Diese Gruppenrichtline hat aber auch Einschränkungen, die man kennen sollte. Zum Glück gib es ja “Dateien auf Abruf”, so dass die Kapazität der lokalen Festplatten nicht gesprengt werden. Leider kostet die Synchronisation auf den lokalen Geräten CPU-Power. Denn je mehr Mitarbeiter Dokumente bearbeiten, auch wenn diese von anderen nicht benötigt sind und „müssen abgeglichen werden“. Und je mehr Dateien synchronisiert werden, desto mehr CPU-Power wird verbraucht und irgendwann kommt die Synchronisation ins Straucheln. Und genau hier setzt “Add to OneDrive” an.

 

Lokale Synchronisation von Ordnern von "Mit mir geteilt”

Dies die Möglichkeit, Ordner und Dateien, die mir ein interner oder externer Benutzer als Freigabe zur Verfügung stellt auf meinem Gerät zu synchronisieren. Ich muss dann nicht mehr im Browser arbeiten, Änderungen des anderen Benutzers werden bei mir auch auf das Gerät synchronisiert. Hier müssen wir jetzt aber unterscheiden, ob es ein interner oder externer Benutzer ist.

Externer Benutzer

Da “Add to OneDrive” keine sogenannte Cross Tenant Synchronisation unterstützt, ist also für externe Benutzer die lokale Synchronisation das einzige Mittel der Wahl. Das kann man immer noch tun, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass das nur für ein einziges Gerät gilt, wenn man es einrichtet. Wer mehrere Geräte benutzt, muss das an jedem Gerät einzeln konfigurieren. Das hat Vor und Nachteile, die man abwägen muss. Wenn ich also meine Daten mit z.B. meinem Steuerberater austausche, also externer Benutzer, dann möchte ich vielleicht nicht, dass ich diese Daten auf meinem Demo-Gerät synchronisiere.

Interne Benutzer

Den bei externem Benutzer beschriebenen Vor- oder Nachteil kann ich hier auch übernehmen. Da “Add to OneDrive” aber immer auf allen Geräten durchgereicht wird, muss ich mir überlegen, ob ich das möchte.

Wer von ‚Lokale Synchronisation von Ordner/Dateien von “Mit mir geteilt” auf “Add to OneDrive” umsteigen will, muss zuerst an allen Geräten die vorhandene Synchronisation aufheben, sonst kommt es zu Fehlern.

 

Sicherung (KFM: Desktop, Dokumente, Bilder)

Von vielen belächelt, für mich die Sicherung der wichtigsten Ordner, wie Desktop, Dokumente und Bilder des jeweiligen Gerätes. Was bei Firmen immer ein erhöhter Aufwand war (Folder Redirection , Server Bereitstellung) steht jetzt den Office 365 Benutzern zur Verfügung. Gut, manche wünschen sich auch die restlichen Ordner wie Videos, Musik, … einzubeziehen. Mal sehen was sich Microsoft da dazu einfallen lässt. Es exisatieren mehrere Gruppenrichtlinien für die Umstellung auf diese Sicherung, das Konzept sollte aber nicht auf freiwilliger Basis in Organisationen eingesetzt werden.

 

Synchronisation weiterer Tenants

Hier gilt das bisher beschriebene.  Mit Ausnahme von OneDrive Personal. Denn hier kann es nur einen geben. Jeder kann sich zwar beliebig viele OneDrive Personal anlegen, an einem Gerät lässt sich jedoch nur eine Synchronisation einrichten. Die Synchronisierung mit anderen Tenants ist ebenfalls auf 9 begrenzt. Denken Sie aber daran, jeder Tenant und alle zu synchronisierenden Ordner und Dateien benötigen CPU Power. Sie wollen ja schließlich nicht nur Synchronisieren, sondern auch noch etwas arbeiten.

 

B2B Synchronisation

Bei der Cross Tenant Synchronisation, oder besser bekannt als B2B Synchronisation sehe ich keine Probleme, da es sich ja um den einfachen Datenaustausch zwischen bekannten Unternehmen handelt. Wenn ich also als Marketing Mitarbeiter mit einer externen Agentur Daten austausche, bezieht sich das immer auf meinen Bereich. B2B Synchronisation wird leider immer noch nicht oft angewendet, vielleicht sind den Administratoren die technischen Hürden bei der Implementierung zu aufwendig, dabei ist gerade hier für beide Seiten, was Security angeht, erhebliche Vorteile zu erzielen.

 

Synchronisation von “Add to OneDrive” Dateien

Und jetzt also die Revolution? Ich bin gespannt was Microsoft uns für diese Funktion noch geben wird. Aber noch mal von vorne:

Die vorhandene Strukturen und die große Anzahl von Dateien in den SharePoint Bibliotheken belasten trotz „Dateien auf Abruf“ CPU unserer kleinen Rechner. Mit gezieltem Einsatz von “Add to OneDrive” bekommen die Mitarbeiter eine Konfigurationsmöglichkeit, gezielt zu synchronisieren, was jetzt und heute gebraucht wird. Der Mitarbeiter interessiert es nicht, wo die Daten im SharePoint untergebracht ist. Halt, langsam!
Also die Auswahl erfolgt direkt im der richtigen SharePoint Bibliothek über den Web Browser. Je nach Struktur muss sich der Mitarbeiter durch viele Ordner klicken, um dann einen Ordner zu selektieren und mit einem Klick diesen Ordner auf all seinen Geräten zu synchronisieren. Das Auflösen der mit einem besonderen Symbol versehenen kann im Web Browser, im Windows Explorer, Mac File Finder oder in der App von iOS oder Android erfolgen. Dann werden die Shortcuts aufgelöst und die Dateien auf allen Geräten gelöscht, nicht jedoch im Ursprung, also SharePoint Online. Das macht das ganze Konzept sehr viel flexibler aber die Benutzer müssen trotzdem die Struktur kennen, weil das Hinzufügen nur im Web Browser erfolgen kann.

Aus der Sicht von Microsoft für die Benutzer wird Bandbreite und CPU Ressourcen geschont, die Sync-Engine hat keine Probleme mit all der Arbeit, die sie zu verrichten hat, es treten weniger Probleme auf. Bisher ist aber nicht bekannt, ob Administratoren die Möglichkeit bekommen, Änderungen per Gruppenrichtlinie zu bestimmen. Ich glaube dies allerdings nicht, weil “Add to OneDrive” für unterschiedliche Arbeitsstile geschaffen ist. Dies setzt aber beim Mitarbeiter, gerade bei SharePoint Dokument Bibliotheken mit vielen Dateien, Kenntnisse über deren Aufbau voraus. Auf der anderen Seite haben Administratoren aber auch die Möglichkeit, Bibliotheken neu zu strukturieren, bei langfristigen Projekten bessere Übergänge in der Ordnerstruktur zu schaffen und dann mit “Add To OneDrive” die bekannten Beschränkungen zu umgehen. Ein paar Kleinigkeiten sind mir jedoch aufgefallen:

Falls noch nicht geschehen, aktivieren Sie “Dateien auf Abruf”. Nicht nur manuell, sondern als Gruppenrichtlinie für alle Benutzer Ihrer Organisation.

Erstes Probieren

Nehmen Sie im Web-Browser eine SharePoint Dokument Bibliothek, die sie auf keinem ihrer Geräte synchronisiert haben. Selektieren Sie einen Ordner und klicken Sie dann auf “Verknüpfung zu ‘meine Dateien’ hinzufügen”. Dies ist übrigens der sehr lange Namen, welcher im Menü auftaucht. Wechseln Sie dann in den Windows Explorer Sie finden dann den Ordner mit dem Namen und dem neuen Symbol. Wenn Sie die OneDrive App auf Ihrem Smartphone installiert haben, dann können Sie auch dort den Ordner mit dem Namen sehen. Der Shortcut wird auf allen Geräten angezeigt und die Dateien synchronisiert.

Tipp:
Benennen Sie im Windows Explorer den Ordner-Namen um. Die Umbenennung wird auf allen ihren Geräten ebenfalls angezeigt, nicht aber im Dateiursprung.

Probieren Sie auch die Auflösung: Im Windows Explorer klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner und klicken dann auf “Verknüpfung entfernen” Damit werden auf allen Ihren Geräten die Verknüpfung aufgehoben und die Dateien entfernt. In der Cloud aber bleiben die Dateien immer noch erhalten.


Arbeiten ohne Fehler mit SharePoint Online Bibliotheken

Bevor Sie es die “Add to OneDrive” Funktion mit realen SharePoint Bibliotheken vornehmen prüfen Sie bitte vorab, ob diese Bibliothek nicht bereits auf die alte, herkömmliche Art synchronisiert haben. Diese muss nämlich zuvor aufgelöst werden. Suchen Sie in den Einstellungen von OneDrive (Klick auf das OneDrive Symbol mit der rechten Maustaste) die synchronisierte Bibliothek und Klicken Sie dann auf Synchronisierung beenden. Nach einer Zusatzmeldung entfernen Sie im Windows Explorer die nicht mehr synchronisierte Dateien.

Sollten Sie auf mehreren Geräten diese SharePoint Bibliothek synchronisiert haben, wiederholen Sie obigen Vorgang. Erst wenn diese Synchronisierung auf allen Geräten aufgehoben worden ist, können Sie in den Web Browser ihrer Wahl wechseln, und den oben beschriebenen Vorgang der Verknüpfung vornehmen und auf allen Geräten wird die Synchronisierung durchgeführt.

Tipp:
Was passiert, wenn eins meiner Geräte aus ist?

Die Antwort ist einfach: Zuerst einmal nichts. Erst wenn das Gerät gestartet wird, wird die Synchronisierung automatisch nachgezogen.

Tipp:
was passiert, wenn ich vergesse, an einem meiner Geräte die „alte“ Synchronisierung aufzulösen?

Nun, der Rechner meldet einen Fehler, weil ja schon eine Synchronisierung stattfindet. Wenn ich aber die bestehende Synchronisierung im Nachhinein auflöse, wird der Link nachträglich nicht in meinem OneDrive for Business auftauchen. Auch nicht nach einem Neustart der App, bzw. einem Reboot des Rechners. Auf Nachfrage bei der Microsoft OneDrive Produktgruppe wurde mir erläutert, dass der Link schon auftaucht, allerdings erst nach mehreren Tagen. Überhaupt ist “Add to OneDrive” noch nicht überall verfügbar. Wie in vielen anderen Teilen, wird diese Funktion in Wellen ausgerollt.

Tipp:

Für einen gewissen Zeitraum werden die Administratoren in der Lage sein, “Add to OneDrive” für ihre Organisationen zu deaktivieren. Diese vorübergehende Wahlmöglichkeit steht den Administratoren zur Verfügung, damit sie das erforderliche Änderungsmanagement problemlos durchführen können. Microsoft wird Sie informieren, bevor sie diese Option zur Deaktivierung der Funktion entfernen. Dies geschieht per PowerShell. Wenn Sie sich für Opt-out entscheiden, verwenden Sie den Befehl Set-SPOTenant über Admin PowerShell. Der Befehl lautet Set-SPOTenant -DisableAddShortcutsToOneDrive $true

Wenn die Funktion “Add To OneDrive” deaktiviert ist, wird der Befehl zum Hinzufügen von Ordnern entfernt; alle bereits hinzugefügten Ordner bleiben auf dem Computer des Benutzers


Zusammenfassung

[17.12.2020]
Das am 16.12.20 beschriebene Problem bereitet nur noch im Windows Explorer Probleme. Das hat etwas mit Sperren von Dateien zu tun. Bevor Microsoft im nächsten Jahr einen neuen Algorhytmus ausgerollt, gibt es einen einfachen Workaround:

1) Wechseln Sie direkt in OneDrive (for Business)
2) Klicken Sie auf Meine Dateien
3) Selektieren Sie den Ordner mit der Verknüpfung
4) Im Menü können Sie jetzt  auf “Entfernen” Klicken

Alternativ:
1) Selektieren Sie in Ihrem Smartphone den Ordner.
2) markieren sie die 3 Punkte
3) Klicken Sie auf entfernen

Wichtig: Es kann vorkommen, das das Enfernen im Explorer etwas dauert!

[16.12.2020]

Sie haben schon mit der Funktion gespielt? Super. Aber seit gestern funktioniert die Funktion “Remove ShortCut”, also das Auflösen eines Shortcuts nicht mehr. Dies ist aber nur temporär.

[09.12.2020]

Die Funktion “Add to OneDrive” wird derzeit ausgerollt. Dies bedeutet, dass zwar auf den Web Seiten die Funktionlität vorhanden ist, aber z.B. noch keine Synchronisierung stattfindet. Lt. Microsoft kann sich das auch noch eine Weile andauern.


“Add to OneDrive”
bringt eine neue Möglichkeit, die Synchronisation zu beschleunigen. Es müssen nicht mehr alle Daten einer SharePoint Bibliothek übertragen werden. Damit lassen sich, bei geschicktem Aufbau auch sehr große SharePoint Bibliotheken in Teilen zu den Anwendern synchronisieren. Das Limit von 300000 Dateien bleibt aber bestehen. Administratoren müssen sich aber im Klaren sein, dass unter Umständen der Aufbau der SharePoint Online Dokument Bibliotheken geändert werden müssen, oder sogar neu strukturiert werden müssen. Es bleibt auch dabei, die OneDrive Synchronisation ist kein asynchrones Netzwerklaufwerk, bei dem beliebig viele Dateien von der Cloud auf einzelne Rechner übertragen werden können. Bestehen bleibt aber der Grundsatz, dass OneDrive die Grundlage der Zusammenarbeit ist. Dafür müssen aber auch die Administratoren der Organisationen umdenken.

 

Referenzen:

Microsoft, Ankita Kirti  Blog Post
Microsoft Produktgruppe OneDrive
Eigener Blog Add to OneDrive Global verfügbar
Eigener Blog Add To OneDrive | Probleme

OneDrive | Schließen Sie das Hochladen bestimmter Dateitypen aus

23. November 2020 1 Kommentar

neue Gruppenrichtlinie: Schließen Sie das Hochladen bestimmter Dateitypen aus

[Nachtrag 23.11.2020]
Dies ist ein Nachtrag zu einem Blog Post  vom 16.11.20. Bitte zuerst hier lesen

 

Dokumentation

Die Microsoft Dokumentation zur Gruppenrichtlinie “Bestimmte Dateitypen vom Hochladen ausschliessen” ist zum Teil falsch und nicht vollständig.

Falsch:

Der Name der Gruppenrichtlinie ist ebenfalls falsch. In der dazugehörenden ADML heißt die Gruppenrichtlinie “Schließen Sie das Hochladen bestimmter Dateitypen aus”.

Der Registrierungsschlüssel ist falsch

Fehlende Angaben:

derzeit werden keine Office-Formate unterstützt. Ich hatte das bisher nur mit  docx, xlsx und pptx getestet.  Microsoft hat mir zu verstehen gegeben, dass die Dokumentation angepasst wird.

Bei den Wildcard  beschreibung wird nur das Sternchen [*] beschrieben. Aber auch das Fragezeichen [?] funktioniert.

Beispiele:

In der Gruppenrichtlinie werden hinterlegt: Datei Synchronisation
Versuch.* Versuch.txt Geblockt
  Versuch.mdb Geblockt
  Versuch.docx Synchronisiert
  Versuch.xlsx Synchronisiert
*Exclude*.txt Ein Exclude Textfile.txt Geblockt
  Ein Exclude Textfile.mdb Synchronisiert
  Ein Exclude Textfile.docx Synchronisiert
TestEx??*.txt TestEx12.txt Geblockt
  TestEx13.txt Geblockt
  TestEx4.txt Geblockt
  TextEx56 Try.pptx Synchronisiert

Wo wirkt die Gruppenrichtlinie?

Es handelt sich um eine Computergruppenrichtlinie. Derzeit wirkt diese Gruppenrichtlinie auf allen synchronisierten Bereichen:

  • OneDrive Personal
  • OneDrive for Business
  • SharePoint Document libraries
  • Lokale Synchronisation von “mit mir geteilter” Dateien
  • Synchronisation von “Hinzufügen zu OneDrive” Dateien

Vorhandene Dateien werden weiterhin synchronisiert. Nur neue Dateien werden untersucht.

    Umgehung:

    Der Benutzer kann in den Browser wechseln und die Datei manuel hochladen. Danach wird diese Datei auch synchronisiert. Damit ist klar, dass diese Gruppenrichtlinie nicht als Sicherheitsfeature verwendet werden kann!

    Ausschluss:

    ein Ausschluß auf Ordner-Ebene ist nicht möglich.

Ansicht

Der Benutzer bekommt (bisher) keine Anzeige, welche Namen und Wildcards angelegt worden sind. Er hat keine Möglichkeit, diese Parameter auszulesen.

OneDrive | Bestimmte Dateitypen vom Hochladen ausschliessen

16. November 2020 2 Kommentare

neue GPO: Schließen Sie das Hochladen bestimmter Dateitypen aus

[Update 23.11.20]

Der Nachtrag ist größer geworden, deshalb habe ich dazu einen separaten Blog Post geschrieben. Also erst einmal hier lesen, dann zum neuen Blog Post wechseln

 

Genau genommen müsste es heissen: “Schließen Sie das Hochladen bestimmter Dateitypen aus”. So lautet nämlich eine neue Gruppenrichtlinie für den OneDrive Sync Client.

Voraussetzung: Sie haben die Insider Version 20.201.1005.0006 installiert
Laut Ankündigung wird die Funktionalität in den ersten Wochen des Dezembers 2020 ausgerollt sein.

Keine Angst, zur Zeit funktioniert die Gruppenrichtlinie noch nicht. Ich stehe mit der OneDrive Produktgruppe von Microsoft in Redmond, USA in Kontakt, um zu erfahren, warum die Funktionalität derzeit noch nicht gegeben ist. Ich halte Sie auf dem Laufenden (am Besten diesen Blog abbonieren- rechte Seitenleiste E-Mail-Abo)

Zu allererst. Mit jedem OneDrive Update, bekommen je nach Verfügbarkeit nicht nur eine neue Version der Sync Engine, enthalten sind auch die immer die neuste Version der Gruppenrichtlinien, und das in 16 Sprachen.  Die Version 20.201.1005.0006 enthält also die admx und adml Dateien, und das sind fast alle Gruppenrichtlinien, die für OneDrive benutzt werden können. (Storage Sense sind im Windows System zu finden)

Die obige Gruppenrichtline erlaubt es auf Maschinen-Ebene, Dateien mit Angabe des Namens vom Upload auszuschließen. Dabei kann der Administrator auch auf Wildcards zurückgreifen.

Beispiel:

Konfiguration Ausschluss von
Verkauf.docx alle Dateien mit dem Namen Verkauf.docx
*Verkauf*.docx docx Dateien, in welchem der Name Verkauf vorkommt
*.pst Alle pst Dateien

Aber es gibt ein paar Kleinigkeiten zu beachten:

  • Voraussetzung ist der OneDrive Sync-Client 20.201.1005.0006 oder höher
  • Es ist eine Computerrichtlinie, wirkt sich auf alle Dateien, die synchronisert werden, aus.
  • Bereits synchronisierte Dateien werden nicht angefasst
  • Soll eine Datei trotzdem hochgeladen werden, so ist das im Web-Browser möglich.

Hier ein paar Abbildungen, um die Funktionalität an einzelnen Geräten zu testen:

Gruppenrichtlinien Editor: OneDrive Computerrichtlinie
Wie wir sehen können, es handelt sich um eine Computerrichtlinie.

ausgewählte GPO: Schließen Sie das Hochladen bestimmter Dateitypen aus
das ist jetzt die geöffnete Richtlinie. Dabei hat sich auf dem Kartenreiter unter den Optionen ein Fehler eingeschlichen. Ich habe Microsoft davon schon in Kenntnis gesetzt.

Wer den Fehler sieht, kann an eimen Preisrätsel teilnehmen. Und natürlich jetzt gibt es was zu gewinnen. Ein paar der legendären OneDrive Socken. Und hier gehts zum Preisrätsel. Einsendeschluss ist der 5.12.20, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schlüsselwörter zum Ausblenden

Klickt man auf Anzeigen der Schlüsselworte, werden diese angezeigt.
Anzeige in OneDrive Anzeige in OneDrive
neues Icon im Windows Explorer und im Windows Explorer ein neues Icon

Anzeige im Windows Explorer

und so sieht es dann im Explorer aus.

Anzeige im Windows Explorer

Zusammenfassung:

  • Nicht geklärt sind andere Platzhalter in der Gruppenrichtlinie, wie z.B  “Test??.docx”.
  • Nicht geklärt ist, dass die Richtlinie auch auf andere zusätzliche Tenants wirkt.
  • Der Benutzer weiss nicht, welche Dateien / Platzhalter eingetragen wurde.
  • Von der Idee nicht schlecht, aber ein Umgehen via Web-Browser ist zu umständlich

Microsoft 365 virtual Cafe – OneDrive Sync Neuheiten

15. Oktober 2020 Hinterlasse einen Kommentar

Microsoft 365 virtual Cafe: OneDrive Sync und Neuheiten

Am Mittwoch 21.10.2010 macht Mr.OneDrive Station auf seiner World-Online-Community Tour im Microsoft 365 virtuellen Cafe.

Auf der Agenda steht:

  • OneDrive Sync und Neuheiten
  • Die unterschiedlichen Sync Methoden
  • Request Files
  • Sharing
  • Add to OneDrive
  • Move and Keep Sharing
  • Get Link to PowerPoint Slide
  • Open in Review Mode for Word on the Web
  • Block downloads
  • Alte und neue Gruppenrichtlinien
  • OneDrive und VDI
  • Sync Admin Report
    Termin Mittwoch, 21.10.2020
    Uhrzeit 19:00 – 21:00 Uhr
    Sprache deutsch
    Teilnahme kostenlos
    Anmeldung meetu.ps/e/Jr1q6/FhVLn/a
    Durchführung Online
    Fragen kann man jetzt schon stellen

Sieht man sich dort?

OneDrive – neue Version 20.154.0802.0003 | Gruppenrichtlinie

2. September 2020 Hinterlasse einen Kommentar

neue OneDrive Insiders Version 20.154.0802.0003

Bei mir ist Sie unter der Woche gekommen. Nicht am Wochenende. Am 26.8.2020 wurde bei mir die Version 20.154.0802.0003 installiert. Eine Insiders Version. Und ich war neugierig. Denn mit der Installation ist auch ein Ghost oder Dublette, die seit einiger Zeit hatte, verschwunden. Microsoft hat mir mitgeteilt dass Sie nicht wussten, woher diese Dublette gekommen ist. Aber das Sie mit der Version 20.154.xxxx.xxxx weg sein würde. Von was ich spreche?

OneDrive: Doppelte Einträge in Windows Explorer

Ich habe zwei gleiche Einträge, aber nur ein gemeinsamer Speicherplatz. Mittlerweile habe ich aber herausgefunden, was ein solches Verhalten hevorruft. Für einen Remote OneDrive Workshop habe ich an dieser Maschine eine Gruppenrichtlinie ausgerollt.

Es handelt sich um die Gruppenrichtlinie Configure team site libraries to sync automatically (oder in deutscher Sprache: Teamwebsitebibliotheken für die automatische Synchronisierung konfigurieren)

Bei dieser Gruppenrichtlinie wird auf dem Gerät eine ausgewählte Bibliothek automatisch hinzugefügt.

Als ich dann später (diese Gruppenrichtlinie benötigt etwas Zeit bis zur Ausführung) den Windows Explorer war die ausgewählte SharePoint Online Bibliothek eingetragen, der Inhalt synchronisiert, aber auch das zweite Icon da.

Microsoft wurde über das Verhalten informiert. Sollte jemand das gleiche Verhalten feststellen, dann diesen Blog Post merken, ich werde hier das Update posten.

 

[Update 09.09.2020]

Entwarnung

Heute habe ich die neue Insiders Version 20.169.0823.0003 erhalten. Und wie von Geisterhand ist der Schatteneintrag weg.

OneDrive | Gruppenrichtlinie Änderung: Synchronisierung von OneDrive


Gruppenrichtlinie Änderung: Synchronisierung von OneDrive-Konten nur für bestimmte Organisationen zulassen

Microsoft kündigte an, dass das Verhalten für die Gruppenrichtlinie "Synchronisierung von OneDrive-Konten nur für bestimmte Organisationen zulassen" geändert werden soll.

Wenn Sie derzeit die Einstellung aktiviert, aber keine Mandanten-ID angegeben haben, wird die Einstellung alle Organisationen blockieren.

Mit dieser Änderung hat die Aktivierung der Einstellung ohne Angabe einer Mandanten-ID die gleiche Wirkung, wie wenn die Funktion deaktiviert wäre.

Sie müssen nichts unternehmen, es sei denn, Sie haben sich absichtlich auf das Verhalten verlassen, diese Einstellung ohne Angabe einer Mandanten-ID zu aktivieren, um zu verhindern, dass OneDrive mit irgendeiner Organisation synchronisiert wird. In diesem Fall sollten Sie die Einstellung als Deaktiviert und nicht als Aktiviert mit einer leeren Mandanten-ID markieren.

Diese Änderungen werden ab Mitte Mai 2020 eingeführt und Anfang Juni abgeschlossen sein.

Quelle

Microsoft 365 Admin Center: MC211659

CDC Germany 2020 – Cloud & Datacenter Conference Germany

24. Februar 2020 Hinterlasse einen Kommentar

01 OneDrive

Für mich ist es das dritte Mal. Das dritte Mal in Hanau. Dieses Jahr am 13.&14. Mai 2020. Ich freue mich, als Sprecher mit dabei zu sein. Natürlich zum Thema OneDrive. Der genaue Vortragstitel lautet:

 

Is OneDrive really Enterprise ready?

 

Keine Angst, ich Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten. Also dann mal gleich registrieren.

SharePoint Saturday Bremen am 29.02.2020

3. Februar 2020 Hinterlasse einen Kommentar

02 SPS Bremen

Eigentlich muss es SharePoimnt Saturday North Germeny/Bremen 2020 lauten, der mittlerweile zum 3. Mal stattfindet. Und der eigentlich am Freitag beginnt. Mit Workshops. Damit haben sich in Deutschland mit Bremen, Köln und München drei Städzte etabliert, die längst nicht mehr nur das Thema SharePoint abdecken, sondern alle Facetten von Office 365 beleuchten.

Mein Thema wird dieses Jahr in Bremen

OneDrive Group Policies – Not only for The Enterprise

lauten. Dies ist ein Thema, welches ich zum ersten Mal in Orlando auf der Ignite 2019 bei Mirosoft zeigen durfte. jetzt heißt es also registrieren und in meine Session kommen, damit Ihr mitbekommet, was Microsoft in Sachen Gruppenrichtlinien so drauf hat. Es gibt auch die OneDrive TOP 10  bei den Gruppenrichtlinien.

OneDrive | jetzt korrekte Dokumentation bei Gruppenrichtlinien

23. Oktober 2019 12 Kommentare

OneDrive Gruppenrichtlinien: Jetzt korrekte Übersetzung für lokalisierte Versionen

Manchmal dauert es etwas länger, aber irgendwann ist es dann soweit. Die deutsche Dokumentation bei den Gruppenrichtlinien zu OneDrive ist jetzt endlich korrekt.

Hier waren ursprünglich zwei Überstzungsteams von Microsoft beteiligt.

  1. Das GPO Team hat eine eigene Übersetzung der Gruppenrichtlinien vorgenommen.
  2. Das Dokumentations-Team hat die US  Namen selbst übersetzt.

Das führte dazu, dass Administratoren, die mit der deutschen, lokaliserten Version arbeiten wollen, keine Übereinstimmung vorgefunden haben. Jetzt hat sich das, nicht nur in der deutschen, sondern in allen lokaliserten Sprachversionen erledigt. Vielen Dank Microsoft.

 

Hier die Auflistung aller OneDrive Gruppenrichtlinien (23.10.19)

Synchronisierung von OneDrive-Konten nur für bestimmte Organisationen zulassen

Benutzer dürfen auswählen, wie Synchronisierungskonflikte bei Office-Dateien behandelt werden

Synchronisierung von OneDrive-Konten nur für bestimmte Organisationen sperren

Gemeinsame Dokumenterstellung und Teilen in Office-Desktop-Apps

Teamwebsitebibliotheken für die automatische Synchronisierung konfigurieren

Synchronisierung in getakteten Netzwerk fortsetzen

Synchronisierung fortsetzen, wenn Geräte den Stromsparmodus aktiviert haben

Synchronisierte Teamwebsitedateien in reine Onlinedateien konvertieren

Das Lernprogramm deaktivieren, das am Ende der OneDrive-Einrichtung angezeigt wird

Downloadgeschwindigkeit des Synchronisierungsclients auf eine feste Rate begrenzen

Uploadrate des Synchronisierungsclients auf einen Prozentsatz des Durchsatzes begrenzen

Uploadgeschwindigkeit des Synchronisierungsclients auf eine feste Rate begrenzen

Den Synchronisierungsclient am Generieren von Netzwerkdatenverkehr hindern, bis sich Benutzer anmelden

Benutzer am Ändern des Speicherorts ihres OneDrive-Ordners hindern

Benutzer am Remoteabrufen von Dateien hindern

Benutzer am Verschieben ihrer bekannten Windows-Ordner auf OneDrive hindern

Benutzer am Umleiten ihrer bekannten Windows-Ordner auf ihren PC hindern

Benutzer am Synchronisieren von Bibliotheken und Ordnern hindern, die aus anderen Organisationen geteilt wurden

Benutzer an der Synchronisierung persönlicher OneDrive-Konten hindern

Benutzer zum Verschieben bekannter Windows-Ordner auf OneDrive auffordern

Empfangen von Updates des OneDrive-Synchronisierungsclients auf dem Enterprise-Ring

Benutzer müssen umfangreiche Löschvorgänge bestätigen

Standardspeicherort des OneDrive-Ordners festlegen

Maximale Größe des OneDrive eines Benutzers festlegen, die automatisch heruntergeladen werden kann

Updatering für Synchronisierungsclient festlegen

Bekannte Windows-Ordner automatisch auf OneDrive verschieben

Benutzer automatisch mit ihren Windows-Anmeldeinformationen beim OneDrive-Synchronisierungsclient anmelden

OneDrive-Dateien bei Bedarf verwenden

Bug: Configure Team site libraries to sync automatically

25. September 2019 Hinterlasse einen Kommentar

Group Policy: Configure team site libraries to sync automatically
Wer derzeit eine Team site library automatisch per Gruppenrichtlinie ausrollen möchte, wird bei der Konfiguration beim Ermitteln der eindeutigen ID , bestehend TenantID+WebID+ListID+WebUrl auf ein Problem stoßen, weil beim Klicken auf die Share-Funktion als SharePoint Online Administrator das PopUp Fenster den Link nicht anzeigt.

Das liegt nicht am Browser und ich habe Microsoft darüber informiert. Der Bug wurde bestätigt und die korrigierte Version wird derzeit wieder auf alle Tenants wieder ausgerollt. Das Ganze kann aber noch eine Weile dauern.

Workaround:

Natürlich lässt sich dieser Wert auf per PowerShell ermitteln und die einzelnen Werte per String-Manipulation auf einen einzelnen String „umbauen“:

So sollte der String aussehen:

tenantId=2ac0e372%2AF9bf%2D4c2a%2Dbe89%2D7b69e0724eb4&
siteId=%7B1bee354e%2D28b5%2D4d69%2D9bd3%2Db73b81dd1c56%7D&
webId=%7B7210d0e0%2D56f0%2D45d1%2D95ac%2D9aca68287fd9%7D&
listId=%7B67997B16%2DE45D%2D4646%2D91F5%2D3ABBC75BE765%7D&
webUrl=https%3A%2F%2Fmvphb%2Esharepoint%2Ecom%2Fsites%2Fmbuf%2Dmarketing&version=1

 

Aber natürlich ist es einfacher, zu warten…..

 

[Update 11.10.19]

In meinem Tenant funktioniert diese Funktion wieder. Bitte den Browser Cache leeren !

OneDrive | Speicheroptimierung

20. August 2019 Hinterlasse einen Kommentar

Windows 10 - Speicheroptimierung

Ich werde immer wieder gefragt, was es denn mit den unterschiedlichen OneDrive Status Symbolen verhält. Auch bei meinen OneDrive Workshops bekomme ich meistens keine, oder nur falsche Antworten. Dies ist der Grund, darüber einen weiteren Blogbeitrag zu schreiben.
Natürlich habe ich es schon mehrfach beschrieben

So, wenn der geneigte Leser bis hierhin folgen konnte, dann vielleicht noch ein paar zusätzliche Erläuterungen:

Heute kann ich mit dem kleinsten Gerät, also mit kleiner Festplatte, ein mehrfaches an Dateien sehen und bei Bedarf bearbeiten. Dazu hat Microsoft NTFS geändert. Mit Files OnDemand wird bei einer Synchronisation nur rudimentäre Informationen aus der Cloud auf das Gerät synchronisiert. Der tatsächliche Inhalt jedoch nicht. Damit kann ich mir also die Datei im Explorer anschauen, Selbst Mini-Bildchen stecken in der verketteten Liste des NTFS-Dateisystems. Und nehmen keinen Platz weg.

OneDrive Files onDemand: Status "Verfügbar wenn Online "

Denn der Inhalt wird aber erst bearbeitbar sein, wenn der Inhalt aus der Cloud auf das Gerät synchronisiert wurde, das Attribut ändert sich, das Symbol ebenfalls und die Datei ist jetzt editierbar. Kostet auch Platz auf der Festplatte. Im Explorer kann ich aber auch entscheiden, den lokalen „Inhalt“ der Datei wegzuwerfen. Speicherplatz freigeben. Ich spreche hier von Wegwerfen, nicht von Löschen. Beim Löschen einer Datei wird diese in den lokalen Papierkorb verschoben. Wenn dieser geleert wird, wird Der Eintrag der Datei in der NTFS aufgelöst. Er ist immer noch auf der Festplatte vorhanden, das Betriebssystem kennt ihn jedoch nicht mehr. Der Platz wird irgendwann dann überschrieben. Beim Speicherplatz freigeben wird jedoch nur der Zeiger, der den Beginn des Contents zeigt, eliminiert. Der Eintrag in NTFS bleibt erhalten, das Attribut und damit auch das Symbol im Windows Datei-Explorer wird geändert. Es wird nichts mit der Cloud synchronisiert, denn in der Cloud steht immer noch der komplette Inhalt.

OneDrive Files onDemand: Status "auf diesem Gerät verfügbar" und "Immer auf diesem Gerät verfügbar"

Sowohl in Windows als auch unter dem Mac haben wir also 4 Symbole:

  • Verfügbar wenn Online (Cloud Only)
  • auf diesem Gerät verfügbar (Local available)
  • immer auf diesem Gerät verfügbar (Always available)
  • in Synchronisation (Syncing)

OneDrive Symbole

Viele wissen es nicht, deshalb erkläre ich hier den Unterschied von „auf diesem Gerät verfügbar“ und „immer auf diesem Gerät verfügbar“.

Files OnDemand kam mit der Windows Version 1709 und zu diesem Zeitpunkt gab es eigentlich keinen Unterschied. Weil die Windows-Programmierer sich ein ganzes Jahr lang Zeit gelassen haben, einen Algorithmus in Windows zu implementieren, um aufzuräumen. Mittlerweile (ein halbes Jahr später) spricht man von intelligentem Aufräumen. Hier bin ich nicht einer Meinung mit Microsoft, im Zeitalter von Künstliche Intelligenz hätte man das sauberer und eleganter lösen können. Aber mit der Windows Version 1903 hat man zumindest den Administratoren ein Werkzeug (Gruppenrichtlinien) zur Verfügung gestellt, das bis dahin nur der Benutzer selbst in der Hand hatte. Für jede Bibliothek kann der Benutzer nämlich selbst bestimmen, wann und wie oft aufgeräumt wird. (Systemeinstellungen: System, Speicher, Speicheroptimierung, lokal verfügbare Cloud-Inhalte). Ich selbst habe da 10 und mehr Einträge, die ich einzeln beeinflussen kann, ob, und wenn ja, wie oft aufgeräumt werden soll.

Hallo Microsoft, der Anwender möchte arbeiten, und nicht Einstellungen pflegen!

Wie geschrieben, ab der Windows Version 1903 können Administratoren das jetzt global ändern. Was aber passiert denn da?

Jedes mal, wenn eine Datei, die nur in der Cloud verfügbar ist, angeklickt wird, wird diese synchronisiert, also heruntergeladen. Auf und nur auf diesem Gerät. Das Symbol wechselt, die Datei ist jetzt auf diesem Gerät verfügbar (auch ohne Internet). Bearbeite ich diese Datei und speichere den Inhalt, dann wird die Datei wieder mit der Cloud synchronisiert. Räume ich als meine Dateien nicht manuell auf, kann ich das auch dem System überlassen. Nach den gewählten Eigenschaften wird das System das jetzt automatisch tun, um den Platz meiner Festplatte nicht zu klein werden zu lassen. Und diese Dateien in “nur in der Datei verfügbar” umwandeln. Der Inhalt ist dann auf diesem gerät nicht mehr lokal verfügbar. Wandelt man diese Dateien per Mausklick in “Immer auf diesem Gerät verfügbar” um, werden diese von keiner Speicheroptimierung angetastet und stehen auf diesem Gerät immer, auch ohne Internet, zur Verfügung.

Viele Administratoren wissen das jedoch nicht. Da ab der Windows Version 1903 den Administratoren weitere Windows Gruppenrichtlinien zur Verfügung stehen, wo dieses Aufräumen einheitlich für die gesamte Firma eingestellt wird, sollten Sie trotzdem wissen. Sind keine Einstellung in den Systemeinstellungen hinterlegt, sollten Sie selbst dann ab und an manuell aufräumen.

 

Wo finden sich diese Gruppenrichtlinien?

Sie haben einen Namen: Speicher Richtlinien. Im deutschen finden wir diese unter unter der Computer-Konfiguration, Administrative Templates, System, Speicheroptimierung

Diese finden Sie jedoch erst ab Windows 10, Version 1903 und höher

Dies ist die alphabetische Auflistung. Es wichtigste zuerst. Zuerst müssen wir den Vorgang “global” einschalten. Des weiteren rate ich je nach Gruppenrichtlinie dazu, die Benutzer darüber zu informieren. Denn je nach Einstellung sorgen Sie dafür, dass zum Beispiel der Papierkorb aufgeräumt wird. In Ihrem Büro ist es selbstverständlich, dass die Putzkolonne die Papierkörbe leert, auf Ihrem Rechner jedoch nicht, oder ?


Speicheroptimierung zulassen
(Allow Storage Sense Global)

Damit alle anderen nachfolgenden Gruppenrichtlinien überhaupt funktionieren muss diese Gruppenrichtlinie aktiviert werden. Die Speicheroptimierung kann automatisch Dateien des Benutzers löschen, um Speicherplatz freizugeben. Standardmäßig wird die Speicheroptimierung automatisch aktiviert, wenn der Speicherplatz auf dem Computer zur Neige geht *). Sie ist standardmäßig so eingestellt, dass sie immer dann ausgeführt wird, wenn der Speicherplatz knapp wird. Sie können das Intervall in den Speichereinstellungen ändern oder in der Gruppenrichtlinie "Intervall der Speicheroptimierung konfigurieren" festlegen.

Aktiviert:

Die Speicheroptimierung ist für den Computer aktiviert, das Standardintervall lautet "bei wenig freiem Speicherplatz". Benutzer können die Speicheroptimierung nicht deaktivieren, aber das Intervall anpassen (außer wenn zudem die Gruppenrichtlinie "Intervall der Speicheroptimierung konfigurieren" konfiguriert wird).

Deaktiviert:

Die Speicheroptimierung ist für den Computer deaktiviert. Sie kann von Benutzern nicht aktiviert werden.

Nicht konfiguriert:

Standardmäßig ist die Speicheroptimierung deaktiviert, bis der Speicherplatz des Benutzers zur Neige geht oder er sie manuell aktiviert. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen konfigurieren.

Anmerkung:

*)

Meine Nachfrage bei Microsoft hat ergeben, dass es keinen festen Wert gibt, der für „der Speicherplatz auf dem Computer zur Neige geht“ heran gezogen werden kann. Natürlich ist eine Berechnung hinterlegt, diese wird aber nicht offen gelegt und Microsoft wird diesen Wert in den neueren Windows Versionen anpassen.

 


 

Wenn also “Global” eingeschaltet wurde,  sollte man als weiteres gleich den Intervall der Speicheroptimierung konfigurieren.

Intervall der Speicheroptimierung konfigurieren
(Config Storage Sense Global Cadence)

Intervall der Speicheroptimierung

Die Speicheroptimierung kann automatisch Dateien des Benutzers löschen, um Speicherplatz freizugeben. Wenn die Gruppenrichtlinie "Speicheroptimierung zulassen" deaktiviert ist, hat diese Richtlinie keine Wirkung.

Aktiviert:

Sie müssen das gewünschte Intervall für die Speicheroptimierung angeben. Folgende Optionen werden unterstützt: täglich, wöchentlich, monatlich und bei wenig freiem Speicherplatz. Der Standardwert lautet "0" (bei wenig freiem Speicherplatz).

Deaktiviert oder Nicht konfiguriert:

Standardmäßig ist das Intervall der Speicheroptimierung auf "bei wenig freiem Speicherplatz" festgelegt. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen konfigurieren.

Bemerkung

Mögliche Werte: Bei wenig freiem Speicherplatz, täglich, jede Woche, jeden Monat

 


 

Und wenn diese konfiguriert sind, folgt sogleich die Löschung von temporären Dateien:

Löschen von Temp und Papierkorb

Löschen temporärer Dateien durch Speicheroptimierung zulassen(Allow Storage Sense Temporary Files Cleanup)

Wenn die Gruppenrichtlinie "Speicheroptimierung zulassen" deaktiviert ist, hat diese Richtlinie keine Wirkung.

Aktiviert:

Die Speicheroptimierung löscht die temporären Dateien des Benutzers, die nicht verwendet werden. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen nicht deaktivieren.

Deaktiviert:

Die Speicheroptimierung löscht keine temporären Dateien des Benutzers. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen nicht aktivieren.

Nicht konfiguriert:

Standardmäßig werden temporäre Dateien des Benutzers durch die Speicheroptimierung gelöscht. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen konfigurieren.

Bemerkung:

es werden folgende Dateien gelöscht

  • Temporary setup files
  • Old indexed content
  • System cache files
  • Internet cache files
  • Device Driver packages
  • System downloaded program files
  • Dated system log files
  • System error memory dump files
  • System error minidump files
  • Temporary system files
  • Dated Windows update temporary files

Schwellenwert für Papierkorb-Bereinigung durch Speicheroptimierung konfigurieren
(Configure Storage Sense Recycle Bin cleanup threshold)

Wenn die Speicheroptimierung ausgeführt wird, kann sie Dateien im Papierkorb des Benutzers löschen, die bereits seit einer bestimmten Anzahl von Tagen dort abgelegt sind.

Wenn die Gruppenrichtlinie "Speicheroptimierung zulassen" deaktiviert ist, hat diese Richtlinie keine Wirkung.

Aktiviert:

Sie müssen den Mindestschwellenwert in Tagen angeben, die eine Datei im Papierkorb verbleibt, bis sie durch die Speicheroptimierung gelöscht wird. Folgende Werte werden unterstützt: 0 bis 365.

Wenn Sie "0" angeben, werden im Papierkorb des Benutzers keine Dateien durch die Speicheroptimierung gelöscht. Der Standardwert lautet 30 Tage.

Deaktiviert oder Nicht konfiguriert:

Standardmäßig löscht die Speicheroptimierung Dateien im Papierkorb des Benutzers, die bereits seit mehr als 30 Tagen dort abgelegt sind. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen konfigurieren.

Bemerkung:

In der Systemsteuerung kann der Benutzer diesen Wert nur zwischen Nie, 1 Tag, 30, Tage, 60 Tage setzen. Die Gruppenrichtlinie lässt Werte zwischen 0 und 365 zu

 

Schwellenwert für Bereinigung des Download-Ordners durch
Speicheroptimierung konfigurieren.
(Config Storage Sense Downloads Cleanup Threshold)

Wenn die Speicheroptimierung ausgeführt wird, kann sie Dateien im Downloads-Ordner des Benutzers löschen, die bereits seit einer bestimmten Anzahl von Tagen dort abgelegt sind. Wenn die Gruppenrichtlinie "Speicheroptimierung zulassen" deaktiviert ist, hat diese Richtlinie keine Wirkung.

Aktiviert:

Sie müssen den Mindestschwellenwert in Tagen angeben, die eine Datei im Downloads-Ordner verbleibt, bis sie durch die Speicheroptimierung gelöscht wird. Folgende Werte werden unterstützt: 0 bis 365.

Wenn Sie "0" angeben, werden im Downloads-Ordner des Benutzers keine Dateien durch die Speicheroptimierung gelöscht. Der Standardwert lautet "0" (Dateien im Downloads-Ordner werden nie gelöscht).

Deaktiviert oder Nicht konfiguriert:

Standardmäßig löscht die Speicheroptimierung keine Dateien im Downloads-Ordner des Benutzers. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen konfigurieren.

Bemerkung:

In der Systemsteuerung kann der Benutzer diesen Wert nur zwischen Nie, 1 Tag, 30, Tage, 60 Tage setzen. Die Gruppenrichtlinie lässt Werte zwischen 0 und 365 zu

 


 

das ist aber noch nicht alles. Mit der nächsten Gruppenrichtlinie wird ebenfalls Speicherplatz freigegeben:

Schwellenwert für Pausieren von Cloud-Inhalten durch
Speicheroptimierung konfigurieren
(Configure Storage Sense Cloud Content dehydration threshold)

Wenn die Speicheroptimierung ausgeführt wird, kann sie in der Cloud gesicherte Inhalte pausieren, die während einer bestimmten Anzahl von Tagen nicht geöffnet wurden.

Wenn die Gruppenrichtlinie "Speicheroptimierung zulassen" deaktiviert ist, hat diese Richtlinie keine Wirkung.

Aktiviert:

Sie müssen die Anzahl der Tage angeben, seitdem eine in der Cloud gesicherte Datei geöffnet wurde, bevor sie durch die Speicheroptimierung pausiert wird. Folgende Werte werden unterstützt: 0 bis 365.

Wenn Sie "0" angeben, werden keine in der Cloud gesicherten Inhalte durch die Speicheroptimierung pausiert. Der Standardwert lautet "0" (in der Cloud gesicherte Inhalt werden nie pausiert).

Deaktiviert oder Nicht konfiguriert:

Standardmäßig werden von der Speicheroptimierung keine in der Cloud gesicherten Inhalte pausiert. Benutzer können diese Einstellung in den Speichereinstellungen konfigurieren.

Anmerkung:

“Wenn die Speicheroptimierung ausgeführt wird, kann sie in der Cloud gesicherte Inhalte pausieren, die während einer bestimmten Anzahl von Tagen nicht geöffnet wurden.”

Das ist der Original-Text aus der Gruppenrichtlinien in der deutschen Sprache. Bei docs.microsoft.com lautet die Beschreibung:

“Wenn der Speicher Sinn ausgeführt wird, kann er Cloud-gesicherte Inhalte dehydratisieren, die in einer bestimmten Anzahl von Tagen nicht geöffnet wurden.”

In NTFS steht nicht nur das Datum, wann die Datei erzeugt wurde. Sondern auch ein Datum, wann Sie das letzte Mal geöffnet wurde. Und genau dieses Datum wird für die Berechnung und die Optimierung herangezogen. Ist das aktuelle Datum größer als das Datum des letzten Zugriffs addiert mit dem Wert dieser Gruppenrichtlinie wird die Datei “automatisch” in “Nur in der Cloud verfügbar” umgewandelt (dehydratisiert), der Inhalt also verworfen. Die Cloud enthält noch immer die Original-Datei.

 


Bemerkung:

Speicheroptimierung ist zwar Bestandteil von Windows10 Version 1903. Während man aber über die Systemeinstellungen einzelne und unterschiedliche Dokument-Bibliotheken auch zeitlich unterschiedlich konfigurieren kann, fehlt das bei den Gruppenrichtlinien. Zum einen ist das nicht verwunderlich, den die meisten Benutzer werden sich nicht auf die Seiten für Speicheroptimierung verirren. Zum Zweiten hat jeder Benutzer auf unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche Dokument-Bibliotheken im Zugriff.  Dokument Bibliotheken , die synchronisiert wurden, müssen bei Gruppenrichtlinien also “global” betrachtet werden. Und nach Aussagen von Microsoft, werden sie das auch. Das bedeutet, dass Administratoren den Anwendern auch hier mit Informationen zur Seite stehen müssen.

%d Bloggern gefällt das: