Archiv

Posts Tagged ‘Herausforderung’

Vorbei

15. Mai 2017 3 Kommentare

Vorbei

Auch wenn ich in der 5. Folge meiner Artikelreihe “Ich bin zurück” geschrieben habe, dass ich jetzt ins Marketing gewechselt bin, hat dieser Ausflug nur 5 Monate angehalten. Und: Mein Engagement mit der US-Firma in Kirkland wurde im April beendet.  Genau so schnell, wie man einen Job bekommet, “Können Sie schon nächsten Montag?”, genau so schnell stehst Du wieder dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung. “You are fired”. Bleibt ein Rückblick. Und mit dem Abstand von 6 Wochen ein Rückblick mit weniger Emotionen.

Wer die ganze Geschichte lesen will, dies ist der 6.Teil. Am Ende des Artikels sind die Links zu den fünf Vorherigen.

Vorbei 

Eines habe ich in meinen “alten” Jahren gelernt. Junge Leute, die in Manager-Positionen sitzen, vertragen keine Kritik. “Das wusste ich noch nicht” ist vielleicht die banalste Antwort. Manchmal bekommst Du nicht die Wahrheit übermittelt. Die unterschiedliche Kultur veranlasst den amerikanischen Kollegen überhaupt nicht darüber nachzudenken. Ich erledige meinen Job. Das was mir aufgetragen wird. Nicht mehr. Nicht weniger. Mit den nötigen Emotionen. “It’s amazing”. Gemeinsames Klatschen.  Feierabend. Tschüss.  Diskussion ja. Kritik? Kommt darauf an. “Es lag nicht an Dir”.  Trotzdem hat der Mohr seine Schuldigkeit getan. Und Du weißt immer noch nicht, warum Du eigentlich gehen durftest. Wenn innerhalb von 2 Jahren die Mitarbeiterzahl verdreifacht wird, kommt es natürlich vor, dass neue Manager-Ebenen entstehen. Dieses schnelle organische Wachstum bringt so manche Probleme mit sich. Was gestern noch als richtig galt, ist morgen Schnee von gestern. Viele Europäer, insbesondere wir Deutschen kommen mit diesen Kultur Schocks nicht zurecht. Mir hat das nichts ausgemacht. Ich liebe Änderungen. Aber ich kann nicht verstehen, wie mit Mitarbeitern umgegangen wird. Es waren einmal 4 MVP’s, die bei BitTitan ihr Geld verdient haben. Jetzt ist es nur noch einer. Und das in der schwierigen Zeit einer Transformation, den hier hat BitTitan bereits jetzt angesetzt. Nicht mehr nur die klassische Migration, sondern die Automation. Von außen ist also so eine Entscheidung nicht zu ergründen. Und von bestimmten Personen bekommst Du keine Antwort (mehr).

Was also habe ich mitgenommen?

Zum einen, dass die Amerikaner keine Ahnung von der deutschen Kultur haben. Zum Anderen haben Sie trotz der Hilfsmittel in Outlook immer noch Probleme außerhalb ihrer Zeitzone. Was die Adaption von neuer Software angeht, können wir Deutsche uns aber auch eine Scheibe abschneiden. Nach dem Motto “Just Do it” wird bei einer Mittelstandsfirma  einfach ein Programm wie “Microsoft Teams” ausprobiert und für gut erachtet. Geht ganz schnell. Und kam Ultra gut an im Marketing. Was ich damit sagen will: technische Innovationen bei einer technischen Firma. Passt. Was mir nicht gefällt: Die Lobhudelei auf Personen. Auf Ereignisse wie 1 jähriges, 2 jähriges bei der Firma. Über Produkte. Über Personen. Dieses typische “Amazing”. Und mittlerweile ist mir auch klargeworden: Bei den meisten ist “der, die, das” schon wieder vergessen, nachdem das “Amazing” den Mund verlassen hat. Viele Ex-Kollegen waren/sind sehr oberflächlich. Kollegen aus dem europäischen Raum haben da ein anderes Verhältnis. Ist wohl auch eine Kulturfrage. Über Land und Leute kann ich nicht viel sagen. Waren ja immer nur ein paar Tage/Wochen. Ich habe auch etwas mitgenommen. Die Sprache. Viele Vokabel. Jeden Tag ein paar neue. Ich habe immer noch Schwierigkeiten, meinen Burger selbst zusammen zu stellen. Dazu war ich zu selten vor Ort. Mein Wortschatz hat sich wesentlich verbessert. Keine Angst vor fremden Leuten: Einfach drauf los reden. Und kein Mensch verbessert Dich. Es sei denn, Du forderst jemanden dazu auf. Mittlerweile gibt es den MVPKaffeklatsch nicht nur in deutscher Sprache, sondern die ersten Ausgaben in englischer Sprache. Und im Marketing? Eine ganze Menge, denn die letzten Monate waren nicht mehr Exchange und Co. bei der Migration mein Hauptthema, sondern Marketo , On24 und Co. Auch hier muss an bestimmten Stellen tricksen. Den “fast”-Perfektionismus eine Exchange Servers haben diese Produkte noch nicht erreicht. Mitgenommen habe ich aber auch die Erkenntnis, was Du zum zweiten Mal anfasst, nicht noch einmal manuell durchführen. Automatisierung mit verschiedenen Cloud Produkten. So sind meine sozialen Netzwerkaktivitäten zum größten Teil automatisiert. Und ich kann meine Zeit den wichtigen Dingen widmen.

Was folgt?

Ich bin offen. Für fast alles. Für die Rente ist es mir persönlich noch zu früh. Aber Bits und Bytes möchte ich auch nicht mehr anfassen. Dazu habe ich zu viel Erfahrung. Es muss also schon eine Firma sein, die sich mit der Cloud beschäftigt. Mit der richtigen, was heißen soll, ich bin noch für über ein Jahr Microsoft MVP und möchte diesen Titel auch behalten. Also Azure und Office 365. Deutschland, Europa, USA? Der Standort ist mir eigentlich egal, ein Umzug kommt für mich nicht in Frage, denn mit den richtigen Produkten kannst Du von überall in der Welt arbeiten. Ich kann begeistern. Ob in der Community oder in einem Business-Meeting. Wer also ein gescheites Produkt oder Dienstleistung im Portfolio hat, der kann sich gerne melden.

 

Teil 1: Mein erster Arbeitstag
Teil 2: Meine erste Arbeitswoche
Teil 3: nach drei Wochen
Teil 4: Nach neun Monaten 
Teil 5: Ich bin zurück

Advertisements

Ich bin zurück

29. Januar 2017 7 Kommentare

Ich bin zurück, Teil 5 meiner Episode, BitTitan

der fünfte Artikel in dieser Reihe beschreibt meinen Wandel vom Techie zum Marketing Menschen bei BitTitan.

Wer ein bisschen Zeit hat, der sollte Teil 1-4 erst einmal lesen

Teil 1: Mein erster Arbeitstag
Teil 2: Meine erste Arbeitswoche
Teil 3: nach drei Wochen
Teil 4: Nach neun Monaten

Teil 5 mit dem Titel “Ich bin zurück”  ist nach 444 Tagen hier in deutscher Sprache bei BitTitan erschienen.

Viel Spaß beim Lesen

[Update 7.4.17]

Da ich nicht länger bei der US Company arbeite und nicht weiß, wie lange dort der Blog Beitrag erreichbar ist, veröffentliche ich hier den Post:


Ich bin zurück

Sitze gerade im Flieger zurück von Seattle. Große Konferenz mit fast allen Mitarbeitern von BitTitan. Und im Jahr 2017 mit jede Menge Neuheiten. Aber der Reihe nach. Lassen wir erst einmal die Jahre 2015 und 2016 Revue passieren

Der erste Schritt

Begonnen hat alles im Jahr 2015. In meinem eigenen Blog habe ich darüber schon vier Artikel veröffentlicht: Mein erster ArbeitstagMeine erste Arbeitswoche, Nach drei Wochen und  Nach Neun Monaten. Bis Ende März 2016 war ich noch mit technischen Dingen unterwegs. Als Partner Technical Strategist war ich für den Bereich Europa für strategische Projekte mit den vielen Partnern verantwortlich. Europa ist groß, sehr groß und während die deutschen Partner noch verhalten mit der Cloud liebäugeln und oftmals auf Abwarten setzen, geht in England oder in den skandinavischen Ländern der Punk ab. Je weiter wir uns in den Süden bewegen, desto ruhiger wird es. Immer noch zu viel Arbeit. BitTitan expandiert, wöchentlich kommen neue Mitarbeiter dazu. So auch in Europa. Alberto Nunes kam als neuer PTS dazu. Und ich habe beschlossen, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Und mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Marketing und Social.

Cloud Ranger

Wer sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn und Twitter tummelt, wird vielleicht den einen oder anderen, „englischen“ Beitrag zu Migrationen bemerkt haben. Meine Werkzeuge waren jetzt Bildbearbeitungs-Software und Management-Programme, die Social Beiträge in verschiedene Netzwerke zum richtigen Zeitpunkt versenden. Während der World Wide Partnerkonferenz in Toronto wurden an drei Tagen Posts im 15 Minuten Rhythmus versendet und auf die großen Monitore in der Ausstellungshalle gebracht. Und Mitte des Jahres wurde ich zum 3. Mal Großvater.

Field Marketing Coordinator, Germany

Im Herbst ging es dann zum MVP Summit nach Seattle. Und vor- und hinterher ein paar Tage im der Zentrale in Kirkland verbracht. Viele neue Gesichter. Und der Platz wird immer enger. Ein Glück, dass schon neue Räume gefunden sind, die dann in diesem Jahr bezogen werden können. Der Support und das Knowledge Management Team wurden schon ausgelagert. Und mein Wunsch, etwas mehr zu tun, wurde erhört. Ich bin jetzt komplett im Marketing angekommen. Mit einem kleinen Unterschied. Ich bin der einzige aus dem Marketing Team, der nicht in der Zentrale in Kirkland arbeitet. Oder sagen wir mal etwas genauer: Der nicht im Raum Seattle wohnt. Denn das Arbeiten von zu Hause ist hier eine Selbstverständlichkeit. Und der eine oder andere kennt auch Skype for Business Meetings, aber wenn sich ein Dutzend Personen in einem Raum befinden, die man noch nicht kennt, und die auch noch schön durcheinander sprechen, dann wird die volle Konzentration verlangt. Zum Glück haben wir hochauflösende Kameras, so dass meine Konzentration bei der amerikanischen Sprache und dem Marketing verbleiben kann. Jetzt beschäftige ich mich nicht mehr mit Exchange, IMAP oder Öffentliche Ordner Migrationen, sondern mit Marketing-Programmen.

Im Jahr 2016 haben wir mit MSPComplete in seiner ersten Version zusätzliche Programme integriert, die es Ihnen als Partner erlauben, nicht nur eine Mail-Migration durchzuführen, sondern auch andere Bereiche in die Cloud zu bringen.

Unzählige neue Migrations-Bereiche sind entstanden und Produkte wie DeploymentPro, Concierge oder MissionControl für Office 365 finden immer mehr Interesse bei unseren Partnern. Stillstand heißt Rückschritt, Deshalb wird zu Beginn des zweiten Quartals in diesem Jahr die nächste Version von MSPComplete vorgestellt.

Das europäische Team wurde weiter vergrößert und bei BitTitan wird auch die Lokalisierung weiter vorangetrieben. Und ein Teil der Arbeit wird von mir geleistet. Für die Region DACH (Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz)

Also immer mal wieder vorbeischauen, hier gibt’s die Neuheiten und: Ich bin zurück.

Nach neun Monaten

8. November 2015 10 Kommentare

bittitan

Neun Monate sind vergangen. 9 Monate, das sind 245 Tage.Oder 5880 Stunden. 352800 Minuten, und wer es ganz genau haben will: 21.168.000 Sekunden. 21 Millionen, eine ganze Menge Zeit. Zeit, die seit meiner Entscheidung, bei einer amerikanischen Firma eine neuen, anderen Lebensabschnitt zu beginnen, vergangen ist. Schnell vergangen ist. Wie im Flug. Ach ja, sitze gerade wieder einmal im Flieger über den Teich, zurück von einer Woche im Hauptquartier von BitTitan in Kirkland, einer weiteren Woche MVP Summit in Redmond, beide Lokationen sind knappe 9 km auseinander und liegen in der Nähe von Seattle im Bundesstaat Washington an der Westküste der Vereinigten Staaten. Und wenn ich in 9 Stunden in Frankfurt lande, geht es nicht gleich nach Hause, nein, auf zur nächsten Konferenz in Stockholm in Schweden.

Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

Eigentlich sollte ich ein Buch schreiben. Über das Leben, die unterschiedlichen Kulturen, über die Arbeit, über die freie Zeit. Work Live Balance. Nun, meine Tochter behauptet, ich rede in englischer Sprache genau so schnell, wie in meiner Muttersprache. Das ist nur teilweise richtig. Wenn es sich um technische Belange handelt, dann komme ich grob geschätzt an die 75% Sprachgeschwindigkeit heran. Im Smalltalk sieht das ganz anders aus. Ich habe immer noch Schwierigkeiten mit den Speisekarten in den Restaurants. Aber es bessert sich. Weil ich immer noch jeden Tag neue Vokabeln lerne, die so im Alltag bei Gesprächen mit Freunden benutzt werden. Freunde, ja ich habe neue Kollegen und ein paar neue Freunde gewonnen, die nicht nur mit mir arbeiten, sondern auch andere Informationen austauschen. Und was bleibt mir denn anderes übrig, wenn ich mit einem Kollegen aus Portugal, Mexico oder Neuseeland unterhalten möchte, auf die englische Sprache zu wechseln. Das ist die Gemeinsamkeit, die wir mehr oder weniger alle erst einmal haben. Wenn dann, wie auf der World Wide Partner Konferenz in Orlando, Florida, ein Hotelzimmer geteilt wird, wächst man schnell zusammen, und die “Jungen” fragen sich, wo ich denn immer diese Energie her nehme. Überhaupt das Alter. Mein Alter. Die Kollegen liegen alle daneben, und dann hat es die Runde in der Firma gemacht. Ja, ich bin der Älteste . Ja ich bin der einzige Doppel Opa bei BitTitan.

Nach der “Ausbildung” zurückgekehrt aus USA war ich erst einmal alleine. Das hat Vor- und Nachteile. Keiner kontrolliert Dich. Du hast aber auch keinen Ansprechpartner. Du lebst in einer anderen Zeit. In einer anderen Zeitzone. Anderen greifen zum Telefon, Skype oder Skype for Business.Ich kann das nur zu bestimmten Zeiten. Am Abend, wenn in Europa keiner mehr arbeitet. Natürlich kann ich EMails schreiben, aber auf die Antworten muss ich meistens bis zum nächsten Tag warten. Der für mich letzte Call, jeden Tag, Daily War Room Call, beendet meinen Arbeitstag. Und meine amerikanische Kollegenfangen fangen an, zu arbeiten. Dieser tägliche Call hat übrigens in der Familie die meisten Probleme mit sich gebracht, oder sagen wir Schwierigkeiten verursacht. Er kann 2 Minuten oder auch 30 Minuten dauern. Und an bestimmten Tagen folgen darauf andere Call’s mit den Sales Teams oder aber den Kollegen und Entwicklern.  Nicht einfach für meine Frau, ein gemeinsames Abendessen dazwischen zu schieben. Wenn für die Europäer die Sonne wieder aufgeht, ist das Postfach mit vielen neuen Mails und den damit verbundenen Aufgaben voll.

Nach ein paar Wochen allein in Europa tut sich was. Neue Kollegen sind da. In meiner Hemisphäre. In London und Bulgarien. Wir sind ein Team. Und jetzt geht’s richtig los. Endlich passiert auch tagsüber etwas. Meine Arbeitsposition füllt sich mich Gesprächen von Partnern und Kunden vom Nordkap bis zum südlichen Zipfel von Europa.Mit technischen Trainings. Meistens in englischer Sprache. Ab und an auch für die deutschen Partner in meiner Muttersprache.  Und man glaubt es kaum. Der europäische Kontinent beinhaltet so viele Kulturen und unterschiedliche Anwendungen auf die anzuwendenden  Migrationen. Die Herangehensweise an Projekte ist sehr verschieden. Die Gemeinsamkeit die Sprache. Ohne Englisch geht gar nix. Aber es ist nicht der Smalltalk zu Beginn eines Skype for Business Gesprächs, der das ganze auflockert. Wenn es um das fachliche geht, sprechen alle eine einzige Sprache. Manchmal fehlen mir bei Smalltalk die Vokabeln, hier habe ich noch viel nachzuholen. Aber ich lerne ja jeden Tag ein paar neue. Bei der elektronischen Post fällt mir das Screening, also das visuelle Unterscheiden nach wichtigen und weniger wichtigen Inhalten immer noch schwer.

Der neue Job ist sehr abwechslungsreif. Kein Tag ist wie der Andere. Viele Kunden haben ihre eigenen Vorstellungen in der Software realisiert. Standards, ja. Aber auch viele Ausnahmen. Ich wurde als erster von einem Kollegen aus der USA unterrichtet. Mittlerweile haben auch andere neue Kollegen diese Ausbildung durchlaufen. Und wir suchen weitere Spezialisten rund um den Erdball. Einem heutigen Kollegen habe ich eine Jobbeschreibung per Tweet nach Neuseeland zukommen lassen. Heute zählt er ebenfalls zur großen BitTitan Familie. Überhaupt ist das Arbeiten in einer US-Firma mit einer deutschen Firma nicht zu vergleichen. Da gibt es große kulturelle Unterschiede. Die Familie und Kinder werden in verschiedenen Aktionen mit einbezogen.

Probleme?

Ja, mit der Umsetzung meiner Work Life Balance. Normalerweise war ich ein Spätaufsteher und bis in die Nacht Arbeiter. Eigentlich will man meinen, das käme doch den zwei Zeitzonen entgegen. Tat es aber nicht. Ich habe das in den Griff bekommen, in dem ich morgens jetzt wesentlich früher aufstehe. Ich schaffe es aber immer noch nicht, mit dem Aufstehverhalten meiner Frau gleich zu ziehen.

Ich mag das Arbeiten bei BitTitan. Ich habe viel Verantwortung, aber auch viele Freiheiten. BitTitan unterstützt mich auch bei der MVP Community Arbeit. So konnte ich in diesem Jahr Bei SharePoint Saturdays in Paris, Florenz, London und München dabei sein. Ebenfalls als Speaker dabei war ich bei der ersten deutschen Office365 Konferenz in Köln, der  SharePoint Konferenz in Düsseldorf , der ShareDev wiederum in Köln und jetzt die große European SharePoint Konferenz in Stockholm. Ich bin auf dem Weg dahin. Und übernächste Woche geht’s dann nach Darmstadt zum Microsoft Technical Summit und im Dezember bin ich bereits wieder in den USA. Auch die MVP Fusion und einigen Folgen des MVP Kaffeeklatsch muss ich hier erwähnen.

Das ganze hört sich nach Stress an. Ist es ab und an auch. Aber positiver Stress. Beim all diesen Aktivitäten kommt manchmal die Familie zu kurz. Aber die Arbeit macht Spaß. Und ich habe bisher den Schritt mit USA und BitTitan nicht bereut. Und weil ich auf den Konferenzen immer wieder gehört habe, das viele die ersten 3 Folgen gelesen haben, habe ich die lange Flugzeit über den Teich genutzt, den vierten Teil nieder zu schreiben.

Ich bin gespannt, was da noch so auf mich zukommt.

 

Teil 1: Mein erster Arbeitstag
Teil 2: Meine erste Arbeitswoche
Teil 3: nach drei Wochen
Teil 4: Nach neun Monaten
Teil 5: Ich bin zurück

Nach drei Wochen

29. März 2015 12 Kommentare

der 3. Teil einer persönlichen Serie

Teil 1: Mein erster Arbeitstag
Teil 2: Meine erste Arbeitswoche

Jetzt sitze ich im Flieger, Rückflug nach Good Old Germany. Die drei Wochen sind wie im Flug vergangen, lernen, was die Produkte meiner neuen Company BitTitan so können, und abends dann neue Vokabeln büffeln. Nein, kein technischer Schnick-Schnack, nein, ganz normales Englisch, denn beim Lesen der diversen Speisekarten habe ich immer noch Probleme. Das Wetter in Kirkland war fast wie zu Hause, aber ohne den kalten Wind. Bei den Produkten habe immer noch offenen Fragen, aber alle, die ich bisher gestellt habe, wurden mir beantwortet. Die Company und ihre Mitarbeiter sind offen für jede Meinung, und bestimmte Dinge werden prozessmäßig umgesetzt. So habe ich an einer Stelle in der Oberfläche des MigrationWiz, einem Service, der Migrationen fast jeglicher Art umsetzt, die Beschreibung einer Frage, „Data Center Location“ nachhaken müssen, weil mir als Office 365 Benutzer natürlich sofort die Microsoft Data Center in den Sinn kamen, und da das Beispiel eine Migration von Google Apps nach Office 365 war, war meine Frage ja legitim. Aber BitTitan hat eigene Data Center über den Globus verteilt, und die waren an diese Stelle gemeint. Wir haben darüber diskutiert und eine Mail geschrieben, und in der letzten Wochen ist es mir dann aufgefallen, an gleicher Stelle steht jetzt “BitTitan Data Center Location”. Aber das soll nur ein Beispiel sein, dass hier alle Prozesse sehr schnell umgesetzt werden. Vorschlag, Diskussion, Entscheidung, Umsetzen.

Mittlerweile habe ich viele Mitarbeiter, die direkt in Kirkland arbeiten, kennen gelernt. Und es ist ein Kommen und Gehen. Mitarbeiter aus aller Welt kommen für ein paar Tage in Firmenzentrale, um mit den neusten Informationen und Produkten konfrontiert zu werden. Und da es sich um eine Cloud-Company handelt, muss auch bei den Vertriebsmitarbeitern ein technisches Verständnis vorhanden sein. Und immer wieder neue Namen. BitTitan hat jetzt eine Größe erreicht, bei der Du Dir nicht mehr alle Namen merken kannst. Auch hier, mit den Leuten der hauseigenen IT gesprochen, doch Visio an das Aktive Directory zu koppeln um immer ein aktuelles Organisation-Chart zu haben ,… die Antwort, Cool, und dann als WebService auf dem SharePoint veröffentlichen. So geht IT. Just Do it. In der zweiten Woche fiel es mir schon leichter, das mit dem Englischen. Ja, ich habe den Spies umgedreht, und einige Worte in Deutsch weitergegeben. Und irgendwann war es dann soweit, mein erster „englischer“ Traum. Die Person im Traum und ich haben uns zumindest in Englisch unterhalten. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Trash. Müll. Abfall. Wenn die einzige deutsche Stimme die der Tagesschau aus dem Internet ist oder Cortana, die mich mit meinem beschränktem englischen Wortschatz besser versteht als auf Deutsch, was bleibt übrig als in Englisch zu denken. Nicht mehr auf seriellen Input Sätze vom Ohr dem Gehirnprozess-Segment zur Übersetzung vorzulegen, die jetzt vorhandenen ausgesprochenen Gedanken zu deuten und zur Aussprache dann wieder zur Übersetzung weitergeben und dann auszusprechen, das dauert zu lange und strengt an. Ich glaube, man kann alles lernen, wenn man nur will. Oder fast alles. Und irgendwann bist du drin. Das merkt man, wenn man eine E-Mail in deutscher Sprache beginnt, zu beantworten und mittendrin den Satz in Englisch beendet. Mein Programm: weiterhin Vokabeln lernen. So vergehen Trainingstage und dann wird es knapp mit der Zeit..

Am Anfang hat man mich gebeten, doch ein bisschen über OneDrive und Co. zu erzählen. Da ich nach Jethro Seghers der zweite MVP bei BitTitan bin, hat dieser die Kollegen heiß gemacht, Mr.OneDrive kommt… Viele wollten ihr Wissen erweitern und ihre Fragen zu OneDrive und OneDrive for Business loswerden und sein Wissen verbessern. Ich habe natürlich zugesagt und am letzten Tag haben wir dann noch drei Sessions durchgezogen. Und das auch mit etwas tieferem technischem Inhalt. Und die Fragen waren nicht ohne und eine Frage wurde mir am gleichen Tag auch von einem Microsoft Mitarbeiter gestellt. Sind schon merkwürdige Zufälle. Die Frage wird in meinem nächsten Blog Post von mir aufgegriffen und beantwortet. Übung macht den Meister, und die beste Übung ist, anderen neuen Mitarbeitern das gelernte Wissen weiterzugeben. Zum Beispiel den neuen Kolleginnen aus Argentinien, Brasilien und USA. Aus dem Sales Bereich. Dabei kommen all meine bisherigen Erfahrungen aus dem Exchange-Bereich, File-Server, DNS, Berechtigungen und vieles mehr zu Gute. Erklär mal einem Vertriebsmitarbeitern, was ein MX-Record ist. Es hat mir ab der zweiten Woche überhaupt nichts ausgemacht, all die notwendigen technischen Zusammenhängen in Englisch weiter zu geben.

Bisher sind alle meine Erwartungen vollständig erfüllt worden. Und jetzt sitze ich im Flieger, nähere mich Europa und damit auch Frankfurt. Und ab nächste Woche geht das Training weiter, aber aus Training wird auch Realität werden. Die Leute, mit denen ich mich in Lync-Sessions, sorry heißt ja jetzt Skype for Business, unterhalten und die BitTitan Produkte demonstrieren werde, haben einen tieferen technischen Hintergrund, aber ich freue mich schon auf die unterschiedlichen Dialekte, wenn ich mich mit Italienern, Franzosen, Engländern, Schweden oder Ungarn deren technischen Problemstellungen in Englisch anhören und Lösungsvorschläge unterbreiten darf.

Ja, Freunde, ich werde weiterhin auf Konferenzen die letzten Neuheiten zu OneDrive (personal) und OneDrive for Business von mir geben. Und das nicht nur in Deutschland, nein, dieses Jahr stehen Paris, Düsseldorf und Stockholm bereits fest. Andere Städte werden bestimmt noch folgen.

 

Teil 1: Mein erster Arbeitstag
Teil 2: Meine erste Arbeitswoche
Teil 3: nach drei Wochen
Teil 4: Nach neun Monaten
Teil 5: Ich bin zurück

Meine erste Arbeitswoche

16. März 2015 11 Kommentare

Die erste Woche

Sonntag, sitze im Gästehaus und habe den gestrigen Tag mit Einkäufen verbracht. Ein bisschen durch die Gegend gefahren, das Gehirn wieder auf Normal heruntergefahren, aber der Reihe nach.

Wer den ersten Teil dieser Serie verpasst hat. Hier vorher lesen

Der Non Stop Flug war erholsam. Drei Filme angesehen, dann das Surface RT ausgepackt und den ersten Teil geschrieben. So sind die 10 Stunden wie im Flug vergangen. Schönes Wetter hatte ich ja in der Cloud. Aber das sollte sich Onpremise dann ändern. Gelandet, Immigration, Gepäck, erste Zigarette, dann kam er schon, der 560. Ich fahre gern mit dem Bus, das bringt Dich erst einmal runter. Die Busstrecke nach Bellevue führt auch über den Highway, aber schon bei der Auffahrt ging es nur noch im Schritt-Tempo. Und nach einer halben Stunde sahen die Fahrgäste auch warum. Mehrere Fahrzeuge waren ineinander verkeilt und blockierten drei Fahrbahnen. Ich sag, ja. OnPremise. Dann noch eine kurze Fahrt mit dem Taxi von Bellevue nach Kirkland. Und der 2. Stock ist komplett von meiner neuen Firma belegt. Keine nette Dame am Empfang, nur 4 riesige Monitore zeigten die Langfassung des Umzugs, der vor einiger Zeit stattgefunden hat. Und eine virtuelle Empfangsdame in Form eines iPad begrüßte mich. Kurze Zeit später war ich angekommen. Mir wurde ein Badge überreicht, und dann folgte eine Kurzvorstellung durch die Räume und den gerade anwesenden Mitarbeiter. Selbst mein Schreibtisch war schon vorbereitet und beschriftet. Bin dann erst einmal mit einem Gebietsleiter in das Gästehaus eingezogen. Die Arbeit kann morgen beginnen.

Das übliche eines ersten Arbeitstages. Räumlichkeiten besichtigen, was ist wo. Rechner starten. Passwort anlegen, Bitlocker, Domain-Account, Outlook, wow schon ein Dutzend Mails. Und die nächsten Tage war ich mit den üblichen Dingen beschäftigt, wie Abläufe, Zugriffe, auf externe Tools, noch mehr Passwörter, als erstes ich habe mir einen Passwort-Manager installiert. Es gibt ja nicht nur die internen Tools, Single Sing On lässt grüßen. Für meine neue Job Rolle gibt es auch Lab, und dort sind weitere Passwörter zu benutzen. Ich habe ja geschrieben, dass es sich um eine Cloud Company handelt .

Und das ist der Name der Firma

BitTitan

 

BitTitan hat gerade sein achtjähriges Firmenjubiläum gefeiert. BitTitan hat Automatisierungsprogramme im Portfolio, Migration von A nach B, hat über 4000 Partner in über 100 Ländern, und über 1,5 Millionen Postfächer migriert. Egal ob große Endkunden, oder im Partnermodell, die Migration von Daten von System X nach System Y und umgekehrt, von OnPremise Systemen in die Cloud, und wenn gewünscht, auch umgekehrt, das ist hier ein vollautomatischer Prozess. Über die Produkte werde ich in einem separaten Blog-Post berichten.

Die Woche vergeht wie im Flug, mein Gehirn steht unter Hochspannung. Technisch habe ich keine Probleme, nach drei Tagen erwische ich mich, in Englisch zu denken. Abends war ich ein paar Mal mit den Sales-Leuten unterwegs, keine Entspannung für mich, das Gehirn läuft immer noch auf 120 Prozent. Einfach der Sprache wegen. Musst Du hochkonzentriert sein. Speisekarte lesen? Die Vokabeln muss ich wohl komplett ausgelassen haben. Und wenn Du an einem Sonntagmorgen durch einen Supermarkt schlenderst und was Besonderes suchst, dann lernst Du Vokabeln. Das ist eine Frage der Zeit, da reichen die drei Wochen wohl nicht ganz. In den Kommentaren zum meiner ersten Geschichte, in Facebook, LinkedIn und auf Twitter wurde ich gefragt, ob jetzt ein Umzug ansteht und ob meine Frau mitkommt. Nein. Ich kehre nach Deutschland zurück. Mein Arbeitsbereich wird Europa sein. Und bei den rechtlichen und sonstigen Bedenken der vielen Firmen im europäischen Raum, Cloud-Produkte einzusetzen, werde ich weiter als Wanderprediger unterwegs sein. Auch mein Blog über OneDrive und OneDrive for Business werde ich weiter pflegen und Euch die Neuheiten und den Umgang damit aufzeigen. Doch zurück zum meinem neuen Arbeitgeber. Die Firma wächst rapide, hat ihre Belegschaft im letzten Jahr verdoppelt und wie oben geschrieben, neue Firmenräume bezogen. Ein kleines Video zeigt den Umzug in die neuen Räume. Und die meisten Personen im Video kann ich mittlerweile zuordnen, was Sie machen, für was sie zuständig sind.

BitTitan

 

Am meisten aber hat mich beeindruckt, dass ich genau das vorfinde, was ich in den letzten Jahren in den vielen Microsoft-Workshops versucht habe, zu vermitteln. Das Einsetzen aller Kommunikationskanäle wie E-Mail, Lync und Yammer. Das es zwar Regeln gibt, die eingehalten werden müssen, aber jeder bereit ist, Dir zu helfen. Kurze Kommunikationswege, schnelle Entscheidungen. Offen für neue Ideen. Nichts ist fest in Stein gemeißelt. Oder in Englischer Sprache: Just Do it. Endlich erlebe ich, wie dynamisch eine Firma sein kann. Und das IT nur Mittel zum Zweck ist. Transparenz, Zugriff auf alles, was Du benötigst, um als Mitarbeiter nicht nur die Funktion zu erfüllen, sondern die Firma nach vorne zu bringen. So macht Arbeiten Spaß und ist motivierend. Und: Ich bin Teil dieser Firma.

Das Wochenende habe ich dazu benutzt, herunter zu kommen. Den Gehirnprozessor wieder auf normale Leistung zu drosseln. Das Wetter tut ein Übriges: Es regnet, nicht nur kurz, sondern nur einmal, nämlich ununterbrochen.

 

Geschrieben im Gästehaus am Sonntag, 15.3.2015

Teil 1: Mein erster Arbeitstag
Teil 2: Meine erste Arbeitswoche
Teil 3: nach drei Wochen
Teil 4: Nach neun Monaten
Teil 5: Ich bin zurück

Kategorien:BitTitan, Cloud, MVP Schlagwörter: , ,

Mein erster Arbeitstag

13. März 2015 18 Kommentare

Cloud-Company

Eigentlich verrückt. Wenn ich in den vergangenen Jahren bei meiner Arbeit mit Microsoft mit Menschen jenseits von 55 Jahren zusammen gekommen bin, dann habe ich es oft erlebt, dass diese schon mit Ihrem Arbeitsleben abgeschlossen haben. Bloß nichts mehr dazulernen, es sind doch nur noch ein paar Jahre bis zum Rente… um dann im Supermarkt die Kassen blockieren, ups, Rentner haben ja keine Zeit mehr. Und ich, bin ja schon über 60 Lenze, aber ich habe das Gefühl, dass ich immer noch Informationen aufsaugen kann. Unternehmen aber kein Interesse an meiner Erfahrung haben wollen. Dieses Gefühl kennen wohl die älteren Herrschaften, die sich im Status „arbeitssuchend“ befinden. Den letzten Job verloren haben, aus welchen Grund auch immer. Und die eine Bewerbung nach der anderen schreiben, aber der Erfolg, seine Erfahrung an Jüngere weiter zu geben, ausbleibt. Kann das alles sein?

In diesem Fruststatus befand ich mich Mitte Februar, und habe diesen auch auf Facebook kundgetan. Nein, ich war nicht arbeitssuchend, aber genau in dieser Stimmung. Dazu kam dann auch noch ein Männerschnupfen, der neun Tage angehalten hat. Drei Tage kam er, drei Tage blieb er, und nach drei weiteren Tagen war alles vorbei. Und während diesen nun Tage, die ich zum großen Teil auf der Couch vor dem großen TV Bildschirm verbracht habe, Mann, das Nachmittags-Programm in der deutschen TV-Landschaft ist unterstes Niveau, sah ich in Facebook eine geteilte Nachricht: Gebietsleiter gesucht. Auf der Website des amerikanischen Cloud-Unternehmens gab es noch weitere interessante Jobs. So auch der Job des Technical Solution Professional, Europe. Die Job-Beschreibung hat mir zugesagt, bei den Voraussetzungen für diesen Job habe ich jedoch gestützt. MVP Required. MVP steht für Most Valuable Professional, eine Auszeichnung von Microsoft. Man kann durch keine Prüfung den Award bekommen. Die Auszeichnung wird jährlich von Microsoft verliehen, ein Anrecht darauf hat man nicht. Es gibt ca. 4200 MVPs weltweit, eingeteilt in unterschiedliche technologische  Schwerpunkte. Von OneNote MVP bis hin zum MVP für Office365. Und bei der Job-Voraussetzung waren genau drei Expertisen angegeben: SharePoint Server, Exchange Server oder die Kompetenz aus der Cloud, nämlich Office 365. Damit reduzierte sich die Anzahl der für den Job geeigneten weltweit auf ca. 600 MVPs, und wenn man die nur aus der Region Europa sieht, dann sind es gar nur mehr ca. 70. MVPs haben meistens einen Job, das könnte also für das Unternehmen, das eine solche Forderung an einen Arbeitnehmer stellt, eine Herausforderung sein. Nun, davon kann das Unternehmen aber immer noch abweichen.

Im vergangenen Jahr habe ich auch auf einigen Veranstaltungen gesprochen, bei der sich der Veranstaltungsort im europäischen Umland befand. Mein Thema war zumeist OneDrive for Business und OneDrive. Und der Vortrag dann in englische Sprache. Leute, ich habe ein paar Abschnitte meiner Jugend verflucht, an denen ich versäumt habe, Vokabeln zu lernen. Gerade auf großen internationalen Konferenzen gab es eine Erhöhung des Adrenalin -Spiegels, den ich bei einem Vortrag in deutscher Sprache vermisst habe. Aber Brüssel, Barcelona, und Birmingham hatten schon ihren Reiz, dieses Jahr werde ich die Konferenz-Städte mit dem Buchstaben „B“ fortsetzen. SharePoint Saturday in Paris hat gerufen, aber ich schweife ab. Soll ich mich in meinem Alter bei einer Cloud-Company an der Westküste der Vereinigten Staaten bewerben? Bei den Produkten dieser Firma handelt es sich um Migrations-Produkte, die optimal zu den Cloud-Produkten von Microsoft passen. Auf der Webseite wird in einem Video klar, dass die Firma kräftig wächst und vor kurzem neue Firmenräume bezogen hat. Ein Klick und dann sollte die Bewerbung losgehen. Ok, ein paar Daten habe ich eingetragen, dann aber abgebrochen, weil mir etwas Wesentliches gefehlt hat. Ein Lebenslauf. In Englischer Sprache. Ja, ich habe ein Bild mit eingefügt. Ja, ich habe mein Geburtstag angegeben, beides hätte ich nicht müssen. Nicht in USA. Bei meinem, doch schon fortgeschrittenen Alter habe ich auf meine, doch schon länger zurückliegende schulischen Zeugnisse verzichtet, dafür die letzten 15 Jahre meines Berufslebens beschrieben. Die letzten Fragen nach Vorstrafen, etc. beantwortet und abgesendet.

Und am späten Abend war schon eine Antwort im Postfach. Klar, Zeitverschiebung, USA, Westküste. Und der Zeitunterschied sollte mich die nächsten 14 Tage begleiten.

Und dann ging eigentlich alles ganz schnell. Frage und Antwort per E-Mail, Lync-Request, Lync-Call, der nächste Schritt. NDA, Vertrag, alles elektronisch. Wenn die Zeitverschiebung nicht gewesen wäre, dann wäre der ganze Prozess noch schneller über die Bühne gegangen. Dazwischen lagen aber auch ein paar Stunden Recherche im Internet, zu den Themen Visum, Dollar-Euro Entwicklung, Vertragsrecht sowie Gespräche mit meinem Banker und Steuerberater. Und natürlich will das Ganze auch mit der Familie abgesprochen werden. Dass ich vor der letztendlichen Unterschrift, was ja nur ein Maus-Klick ist, mir diese Herausforderungen mehrmals überlegt habe, bestreitet ich nicht. Wie schon am Anfang geschrieben, sehe ich die größte Hürde den täglichen Umgang mit der englischen Sprache. Nicht bei der Technik, sondern im täglichen Umgang am Telefon. Aber irgendeine Herausforderung muss der Mensch ja haben, auch der Mensch im Alter > 60.

Und jetzt sitze ich im Flieger. Direkt-Flug nach Seattle. Und morgen geht die Ausbildung bzw. das Training los.

 

geschrieben im Flieger von Frankfurt nach Seattle am 9.3.2015

Teil 2: Meine erste Arbeitswoche
Teil 3: nach drei Wochen
Teil 4: Nach neun Monaten
Teil 5: Ich bin zurück

Kategorien:Cloud, MVP Schlagwörter: , ,
%d Bloggern gefällt das: